Workshop
Sexualität
Selbstsicherheit | Teilhabe | Eigenverantwortung
Sexualität. Meine Rechte. Meine Grenzen.
Jeder Mensch hat ein Recht auf ein gutes und sicheres Leben. Dazu gehört: Respekt, Privatsphäre und die Möglichkeit, Beziehungen zu leben.
Aber: Es ist nicht immer leicht, über Gefühle, Grenzen und Wünsche zu sprechen. Manchmal wissen wir selbst nicht genau, was uns wichtig ist.
Im Workshop schauen wir gemeinsam:
Was tut mir gut?
Was möchte ich nicht?
Wen kann ich um Hilfe bitten?
In praktischen Übungen lernen die Teilnehmenden, ihre eigenen Grenzen zu erkennen und klar zu kommunizieren. Sie üben, Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen, die Grenzen anderer zu respektieren und erfahren, wo sie sich Hilfe holen können.

" In meiner Arbeit geht es darum, die Rechte und Wünsche der Menschen zu respektieren. Wichtig ist, dass jede:r sich wohlfühlt und selbst bestimmen kann, was für sie oder ihn richtig ist. Und ja – es darf dabei auch gelacht werden! "
Danilo Ziemen
Workshopinhalte
Sachwissen
Mit anschaulichen Materialien, Leichter Sprache und praxisnahen Beispielen vermittelt Danilo Ziemen grundlegendes Wissen zu Sexualität, Körper, Gefühlen und Beziehungen.
Dieses Wissen hilft, Mythen und Unsicherheiten abzubauen, und eigene Entscheidungen fundiert zu treffen.Sexualität als Teil von mir
Die Teilnehmenden sprechen darüber, wie Sexualität zu ihrer Identität gehört und was sie persönlich damit verbinden.
Anschließend wird besprochen, wie Sexualität im Alltag und in digitalen Räumen – zum Beispiel in sozialen Netzwerken – sichtbar wird.
Beziehungen verstehen
Die Teilnehmenden tauschen sich darüber aus, was für sie eine gute und respektvolle sexuelle Beziehung bedeutet.
Dabei sprechen sie über Wünsche, Grenzen und gegenseitiges Einverständnis.
Gemeinschaft gestalten
In praktischen Übungen lernen die Teilnehmenden, ihre eigenen Grenzen zu erkennen und klar zu kommunizieren. Sie üben, Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen, die Grenzen anderer zu respektieren und erfahren, wo sie sich Hilfe holen können.

Das sagen die Teilnehmenden
„Danilo Ziemen gelang es sehr gut, alle Kolleg:innen abzuholen und die ganze Gruppe in die nicht spannungsfreie Materie einzuladen. Besonders sein natürlicher Umgang mit allen Aspekten der Sexualpädagogik - von der Theorie bis zum Anfassen von Sexualartikeln - machte es uns leicht, uns zu öffnen, Erfahrungen zu teilen und uns mit eigenen Vorstellungen bewusst auseinanderzusetzen.”
Angebote und Preise
Sexualität
Was ich brauche, um gut zu arbeiten
BasisWorkshop: Sexualität
Der Workshop vermittelt Wissen über Sexualität, Körper, Gefühle und Beziehungen. Teilnehmende lernen, eigene Grenzen zu erkennen, Wünsche zu äußern und die Grenzen anderer zu respektieren. Durch praxisnahe Übungen, anschauliche Materialien und Leichte Sprache werden Unsicherheiten abgebaut, Konflikte vorgebeugt und ein gutes Zusammenleben gefördert. Zusätzlich besteht die Möglichkeit für Einzelberatung, sodass auf individuelle Bedürfnisse eingegangen werden kann.
Der Workshop unterstützt beim Umsetzen von bestehenden Schutzkonzepten, indem er informiert und Sicherheit, Achtsamkeit und respektvolles Handeln im Alltag stärkt.
Basisworkshop - 1 Tag
- bis 10 Teilnehmende
3 x 90 Minuten
in kleinen Gruppen
€2.296*inkl. Material, zzgl. Reisekosten- bis 10 Teilnehmende
Schulung: Peers als Ansprechpersonen für Sexualität
Schulung: Sexualität
In der Schulung werden Menschen mit Behinderung als Peer-Ansprechpersonen für ihre Einrichtung geschult. Dabei lernen sie, anderen zu vermitteln, wie man eigene Wünsche erkennt und respektvoll mit den Grenzen anderer umgeht. Bei Bedarf können sie Unterstützungsangebote vermitteln – vertrauensvoll und auf Augenhöhe.
Praxisnahe Übungen, Rollenspiele und Reflexionsrunden stärken die Sicherheit im Umgang mit sensiblen Themen, Kommunikationsfähigkeiten und Handlungskompetenzen. Die Peers setzen ihr Wissen anschließend unter Begleitung einer Fachkraft aus der Einrichtung im Alltag um. Die Teilnehmenden und beteiligten Fachkräfte erhalten regelmäßiges Feedback, um ihre Rollen kontinuierlich zu festigen.Schulung - 2 Tage plus 3 Online-Termine
bis 6 Teilnehmende + 1 - 3 Fachkräfte
2 Tage à 3 x 90 Minuten
3 Online-Termine à 90 Minuten
€5.640*inkl. Material, zzgl. Reisekosten
Wer führt den Workshop durch?

Danilo Ziemen ist Sexualwissenschaftler (M.A.), erfahrener Sexualpädagoge (gsp/isp) sowie systemischer Berater und Coach (DGSF). Mit seinem interdisziplinären Hintergrund und seiner langjährigen Erfahrung in der Bildungsarbeit setzt er sich für eine respektvolle und selbstbestimmte Auseinandersetzung mit Sexualität ein.
In seiner Arbeit schafft er Räume, in denen Fachkräfte ihre Haltung reflektieren, Wissen vertiefen und praktische Handlungskompetenz entwickeln können. Dabei kombiniert er fundierte Theorie mit praxisnahen Methoden und einem klaren Fokus auf Schutzkonzepte. Mit Empathie, Humor und einer wertschätzenden Haltung begleitet er Lernprozesse, die nachhaltig wirken und Fachkräfte stärken.
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Für wen ist der Workshop geeignet?
Der Workshop richtet sich an Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen, die ihre eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen in Bezug auf ihre Sexualität besser wahrnehmen und ausdrücken möchten. Auch Teilnehmende mit geringer verbaler oder nonverbaler Kommunikationsfähigkeit können gemeinsam mit einer vertrauten Assistenz teilnehmen.
Wie groß sollte die Gruppe sein?
Die ideale Gruppengröße liegt zwischen 6 und 10 Teilnehmenden, um individuelle Betreuung und einen guten Austausch zu ermöglichen.
Was ist der Unterschied zwischen dem 1- und 2- Tages-Workshop?
Der 1‑Tages-Workshop richtet den Fokus auf die Teilnehmenden selbst und ihren konkreten Umgang mit Sexualität, Beziehungen und Grenzen. In diesem Format können auch aktuelle oder akute Probleme in der Einrichtung aufgegriffen und gemeinsam mit den Betroffenen besprochen sowie reflektiert werden.
Im 2‑Tages-Workshop wird ein Peer-Ansatz verfolgt: Gemeinsam mit Fachkräften aus der Einrichtung werden Menschen mit Behinderung als Peer-Ansprechpartner:innen geschult, sodass das Thema Sexualität langfristig in der Einrichtung verankert wird und die Vorgaben des Schutzkonzepts mit Unterstützung der Peers umgesetzt werden können.
Welche Rolle haben die Fachkräfte?
Beim Basis-Workshop ist die Begleitung durch Fachkräfte aus dem Haus nicht zwingend erforderlich, jedoch sinnvoll, da sie die Teilnehmenden bei Bedarf unterstützen können – etwa durch Übersetzung, Vermittlung oder zusätzliche Erklärungen.
Gleichzeitig erhalten Fachkräfte wertvolle fachliche und methodische Impulse für ihren Arbeitsalltag. Wertvoll für die Gruppe ist auch, wenn sie sich aktiv einbringen. Besonders wichtig ist ihre Rolle bei der Nachbereitung, um die Inhalte im Alltag weiterzuführen und den nachhaltigen Transfer zu sichern.
Auch wenn Fachkräfte nicht vor Ort dabei sein konnten, wird eine Nachbesprechung mit dem Workshopleiter angeboten, um den Transfer bestmöglich zu unterstützen.
Bei der Peer-Schulung ist die regelmäßige Teilnahme mindestens einer Fachkraft aus der Einrichtung unerlässlich. Die Fachkräfte begleiten die zukünftigen Peers während der Schulung, unterstützen bei Verständnisfragen und stellen sicher, dass Inhalte richtig eingeordnet werden. Im Anschluss an die Schulung übernehmen sie eine kontinuierliche Mentorenrolle: Sie helfen den Peers, ihre neue Funktion im Alltag zu festigen, dienen als Ansprechperson bei Unsicherheiten und sorgen dafür, dass die erarbeiteten Strukturen langfristig in der Einrichtung verankert werden.
Was passiert im Workshop?
Im Basisworkshop beschäftigen sich die Teilnehmenden praxisnah mit Themen rund um ihre Sexualität, ihre Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen. Nach dem Mittagessen besteht die Möglichkeit zu Einzelgesprächen, in denen persönliche Fragen oder Unsicherheiten vertraulich besprochen werden können. Diese Einzelgespräche sind besonders wertvoll, weil Sexualität ein sehr persönliches Thema ist und viele Teilnehmende sich in der Gruppe vielleicht nicht sofort öffnen möchten. So kann jeder in seinem eigenen Tempo Unterstützung und Orientierung erhalten.
Bei der zweitägigen Peer-Schulung werden bis zu sechs Teilnehmende gemeinsam mit ein bis drei Fachkräften aus der Einrichtung geschult. Im Mittelpunkt der Grundlagenschulung stehen das Verständnis der eigenen Rechte und Grenzen, ein Überblick über das Schutzkonzept der Einrichtung sowie der Umgang mit sensiblen Themen wie Sexualität, Nähe und digitale Medien. Praxisnahe Übungen, Rollenspiele und Kommunikationstrainings helfen den Botschafter:innen, typische Alltagssituationen zu üben, etwa wie sie Kolleg:innen ansprechen, Hilfe anbieten oder Grenzen respektieren.
Im Anschluss setzen die Botschafter:innen ihr Wissen über 4–6 Wochen im Alltag der Einrichtung unter Begleitung um. Dabei werden sie durch zwei Online-Gespräche mit dem Dozenten unterstützt. Die Gespräche ermöglichen – wahlweise in Kleingruppen oder Einzelgesprächen – Reflexion und Austausch zum Erlebten. Zum Abschluss findet eine gemeinsame Online-Auswertung statt, in der Erfahrungen besprochen und die Rolle der Peers weiter gefestigt wird.
Welche Rahmenbedingungen werden für die Durchführung benötigt?
Ein barrierefreier, heller Raum mit genügend Platz für Gruppenarbeit und Einzelgespräche ist ideal. Flexible Möbel erleichtern sowohl den Austausch in der Gruppe als auch vertrauliche Einzelgespräche. Rückzugsmöglichkeiten sind besonders wichtig, damit sich Teilnehmende beim Sprechen über persönliche Themen rund um Sexualität sicher und wohl fühlen.
Wie kann das Gelernte im Alltag verankert werden?
Wenn es in der Einrichtung ein Schutzkonzept gibt, kann dieses im Workshop thematisiert werden. Die darin beschriebenen Regeln und Maßnahmen können auch später als Grundlage dienen, um im Alltag sicher mit eigenen Wünschen, Grenzen und der Sexualität umzugehen. Die Fachkräfte können die Teilnehmenden dabei unterstützen, das Gelernte umzusetzen und ein respektvolles Miteinander zu fördern.
Wie kann ich das Angebot finanzieren?
Falls das Fortbildungsbudget nicht ausreicht, gibt es alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Förderanträge oder Spendenaktionen. Wir unterstützen gern bei der Antragstellung mit Textbausteinen. In einigen Fällen wurden die Angebote auch über das Taschengeld der Teilnehmenden finanziert.
Ich möchte einen Workshop buchen. Wie funktioniert die Terminabsprache?
Wenn du einen Workshop buchen möchtest, nutze unser Buchungsformular, rufe uns unter Tel. 0176 44 50 20 23 an oder schreibe uns eine Email mit der Information, an welchem Workshop du interessiert bist, an: hello@artably.de
Wir setzen uns dann schnellstmöglich mit dir in Verbindung, besprechen alle relevanten Rahmenbedingungen und koordinieren gemeinsam mit der Kursleiter:in einen passenden Termin.
